Es gibt so viele Ernährungstrends, dass man sie fast schon nicht mehr alle aufzählen kann. Eine Zeit lang probiert man den einen oder anderen Trend, um dann irgendwann total genervt doch wieder davon abzulassen. Sind wir bereits gestresst, ist das Leben, womöglich mit Vorschriften für unsere Mahlzeiten, noch anstrengender. Außerdem macht sich bei Stress Heißhunger bemerkbar. Wie beheben Sie ihre Heißhungerattacken? Mit einem süßen Riegel oder lieber mit einem Snack der in Fett gebacken wurde?

Ist das Frühstück wichtig oder unwichtig?

Die meisten lassen das Frühstück ausfallen weil man die vielen Kalorien ja irgendwo einsparen möchte. Intervallfasten liegt wahrscheinlich nicht nur deshalb voll im Trend, sondern auch weil es so schön praktrisch ist. Viele verschiedene Ernährungstypen finden diese lange, über Nacht weit hinausgezogene Nahrungspause, gut und richtig. Entweder gibt es dann ein spätes Frühstück, oder es wird nur eine Kleinigkeit gegessen.

Manche snacken sich sogar durch den ganzen Tag. Abends wird schnell etwas gesundes gekocht, oder Brotzeit gemacht. So, oder so ähnlich, sieht die tägliche Ernährungsroutine bei den meisten Menschen aus.

Kaum jemand stellt sich mit einer Nährwerttabelle an den Herd und rechnet aus, ob der tägliche Bedarf an Nährstoffen und Vitaminen gedeckt wurde. Bei der Zusammenstellung der Mahlzeiten verlassen sich viele auf überlieferte Rezepte, gelesene Tipps oder Informationen, die von Kochshows stammen. All dies dient natürlich unserer Kreativität. Dient es wohl auch unserer Gesundheit?

Unsere Ernährung soll modern, gesund und ganzheitlich sein. Aber auch raffiniert und irgendwie besonders. Unsere Ansprüche sind hoch, genauso wie die restlichen Ansprüche in unserem Leben. Doch häufiger als man denkt, tappen sehr viele Menschen dabei unbemerkt in Ernährungsfallen. Krankheiten sind deshalb auf Dauer vorprogrammiert.

Das Säure-Basen-Verhältnis

Seit hundert Jahren forschen wir nun schon am Säure-Basen-Haushalt. Viele wissen dennoch nicht sehr viel darüber. Der Körper braucht Säuren wie Basen. Doch wieviel ist bei den Säuren genug? Und wieviel Basen benötigen wir eigentlich? Der Begriff verrät uns schon, dass das Verhältnis zueinander beim Säure-Basen-Haushalt entscheidend ist.

Deshalb habe ich bereits in meinem vorherigen Blogbeitrag über das Säure-Basen-Verhältnis gesprochen.

Was ist nun wichtiger? Eine lange Esspause (Intervallfasten) oder lieber doch ein gutes Frühstück? Sind die Basen bei der ersten Mahlzeit des Tages zu berücksichtigen, oder besser beim Mittagessen oder bei der Mahlzeit am Abend? Die Antwort ist in diesem Fall: Bei allen drei Mahlzeiten. In den 1970er Jahren war das Frühstück unentbehrlich. Damals bezeichnete man das Frühstück sogar als die wichtigtste Mahlzeit des Tages. Das Mittagessen war meistens gut und reichlich. Dagegen sollte das Abendbrot eher spärlich sein.

Logisch ist auf jeden Fall, dass man mit einem guten Start am Morgen besser denken und arbeiten kann. Wer ganz normaler Kopfarbeiter/ -in, Arbeiter/ -in, Schüler/ -in, Student oder Studentin ist, tut gut daran, ein gutes Frühstück einzunehmen. Kurz gesagt, fast alle Personen profitieren von einer ersten Mahlzeit. Aber auch nur, wenn das Richtige gegessen wird.

Was ist eigentlich ein gutes Frühstück?

Diese Frage ist eigentlich ganz einfach zu beantworten. Alles was leicht ist, den Stoffwechsel nicht belastet, und frei von Eiweiß ist. Und obwohl wir bestens informiert sind, fällt die Wahl häufig schon beim Frühstück auf ungesunde Sachen. Meistens ist unser Essverhalten bereits beim Frühstück an seltsame Gewohnheiten gekoppelt, z.B. mit Trost, Belohnung oder sonst was. In den seltesten Fällen mit Vernunft.

Wir versorgen uns, nicht nur morgens, mit kleinen Snacks, Brot, Brötchen, Eier und Käse. So nehmen wir viel zu viel Eiweiß und Kochsalz zu uns. Gebackene Fertigprodukte und Kaffee überschwemmen unseren Stoffwechsel zusätzlich mit Säuren. Viele meinen sogar, dass Obst als Nachtisch oder Zwischenmahlzeit, eine schlechte Mahlzeit (z.B. Fertigpizza) ausgleichen kann. Das ist eine falsche Annahme.

Säuren, besonders die harmlosen Obstsäuren, werden zwar auch vom Körper benötigt, aber im Verhältnis zu den Basen in deutlich geringerem Ausmaß. Unsere heutige moderne Ernährung überschwemmt uns regelrecht mit Säuren. Basen sind auf dem Teller meistens leider Mangelware.

Die größten Risikofaktoren als Krankheitsursachen

Ein zu hoher Kochsalzkonsum und zu viele Säuren in der Ernährung sind die größten Risikofaktoren für unsere Gesundheit. Zum Beispiel enthalten Hühnereier Schwefelsäure. Deshalb sollte man nicht mehr als 3-4 Eier pro Woche verzehren. Eine Ernährung mit zu viel Obst, z.B. in Smoothies, führt dem Körper nicht nur Obstsäuren zu, sondern auch jede Menge Fruchtzucker.

Als Folge kann dies zu einer Fettleber führen. Die Leber ist daraufhin in ihrer Funktion nur noch eingeschränkt tätig. Viel Obst bedeutet auch viel Zucker und viel Säure. Fast Food, Fertiggerichte, besonders Kartoffelfertiggerichte, enthalten besonders viel Phosphorsäure. Bitte lesen Sie bei Fertigprodukten die Zutatenliste gründlich durch. Säuren, egal ob biologisch oder nicht, müssen vom Körper um- und abgebaut werden.

Sind Getreide und Eier besser als Fleisch und Fisch?

Oft ist auch zu lesen, das Fleisch sehr sauer verstoffwechselt wird. Das ist nicht ganz richtig. Fleisch ist basisch, genauso wie Blut basisch ist. Wenn wir eine Mahlzeit zu uns nehmen, ist der Körper bestrebt, den eigenen Blut pH-Wert immer in der Balance zu halten. Muskelfleisch, ist zwar nicht besonders nährstoffreich, versorgt uns dennoch mit einigen wichtigen Vitaminen. Unsere Natur hat es nun mal so vorgesehen, dass wir Menschen Nährstoffe durch Pflanzen und Tierprodukte zu uns nehmen können. Dazu dürfen wir die Natur als unseren zwischengeschalteten Vermittler ansehen.

Manche Mineralien kann unser Organismus leichter und besser aufnehmen, wenn Pflanzen oder Wurzelgemüse diese Mineralien zuvor aus der Erde assimiliert haben. Sonst könnten wir Menschen ja gleich Erde oder Heilerde essen. Wir nehmen zwar auch Mineralien über Heilerde auf, aber längst nicht so gut wie über die Zwischenstation Pflanze.

Die zweite Möglichkeit Mineralien und Vitamine aufzunehmen, besteht über tierische Produkte. Dies sollte als gelegentliche Ergänzung zu einer pflanzlichen Ernährung betrachtet werden. Wenn wir die Verdauung von Fleisch einmal näher betrachten, werden wir feststellen, dass es eine Ernährungsfalle werden kann. Getreideprodukte können ebenso Fallstricke in der Ernährung darstellen.

Proteine, viel zu viele Proteine!

Bei einer Ernährung die reich an tierischem Protein (z.B. Fleisch, Fisch, Eier) und zeitgleich reich an Getreide ist, entstehen bei der Verdauung problematische Stoffe während des Stoffwechsels. Zur Erinnerung wiederhole ich kurz aus meinem vorherigen Beitrag Innere Balance den Stoffwechsel der Proteine. Nahrungseiweiß wird in Aminosäuren gespalten. Acht davon sind essentiell, müssen also mit der Nahrung aufgenommen werden. Eine nichtessentielle Aminosäure (Cystein – für eine schlagkräftige Abwehr) braucht eine essentielle, damit der menschliche Organismus sie selber bilden kann.

Verfügen Sie über eine starke Abwehrtruppe im Körper? Oder ist ihre körperliche Abwehr eher schlapp und träge? Dann kann es gut möglich sein, dass Sie sich falsch ernähren. Womöglich kann ihr Körper kein Cystein bilden. Eine starke Abwehr lässt sich leicht organisieren. Aber zunächst mache ich weiter mit dem Basiswissen. Das aufgespaltene Nahrungseiweiß wird in einzelne Aminosäuren getrennt.

Aminosäuren werden dann über das Blut zur Zelle gebracht. Nach dem jeweiligen Proteinbauplan der Zelle wird aus Aminosäureketten eine körpereigene Zelle gebaut. Zwei Aminosäuren bilden dabei ein Dipeptid, drei ein Tripeptid, und mehrere ein Polypeptid. Peptide die aus mehr als 100 Aminosäuren bestehen nennt man Proteine. Sie können sich jetzt bestimmt gut vorstellen, dass eine Vielzahl von Zellen ständig auf- und abgebaut werden.

Erfolgreicher Auf- und Abbau der Körperzellen

Die Eiweißverdauung beginnt bereits im Mund und wird im Magen mit Hilfe von Salzsäure und Pepsin fortgesetzt. Bei der weiteren Aufspaltung der Nahrung im Dünndarm kommt Trypsin, Chymotrypsin und Carboxypeptidase aus der Bauchspeicheldrüse zum Nahrungsbrei hinzu. An der Endung „ase“ erkennen wir bereits, dass es sich um basische Substanzen handelt.

Gallensäure kommt hinzu, die für die Fettverdauung wichtig ist. Der Gallensäurepool zirkuliert mehrmals täglich zwischen Leber und Darm. Dieses möchte ich an dieser Stelle aber zunächst nur am Rande erwähnen. Wir konzentrieren uns weiterhin auf den Proteinstoffwechsel, weil er die wichtigste Basis zur Erhaltung der Gesundheit ist. Die Basis für einen reibungslosen Ab- und Aufbau aller Zellen im Körper. Nervenzelle, Blutzelle, Hautzelle, Eizelle und so weiter.

Warum verhungern manche an vollen Tellern?

Noch nie war die Nahrungsauswahl so umfangreich wie heute. Die Lebensqualität ist deshalb deutlich gestiegen. Der Lebensstil hat sich dementsprechend nicht verbessert. Können wir so viele verschiedene Speisen eigentlich verdauen?

Für die Zersetzung der Nahrung wird mittels Signalübertragung beim Essen von den Belegzellen in der Magenwand Magensäure produziert. Dieser Verdauungssaft ist stark sauer. Im Dünndarm kommt zu diesem sauren Gemisch ein stark bicarbonathaltiger Verdauungssaft aus der Bauchspeicheldrüse hinzu. Die eigentliche Aufspaltung, die Verdauungsarbeit, wird nämlich im Dünndarm geleistet. Damit der Austausch von aufgespalteten Nahrungsbestandteilen funktioniert, benötigt der Dünndarm ein gutes, ein ideales Milieu. Insbesondere bei dem Genuss von Fleisch, Fisch, Eiern und Getreide, entstehen im Stoffwechselprozess viele Protonen aus den schwefelhaltigen Aminosäuren.

Ist das Milieu zu basisch, kann unser Körper über die Atmung gegen regulieren. Die Atmung wird dann langsamer und flacher. Ist das Milieu zu sauer erhöht der Körper die Atemfrequenz. Dieses Vorgehen darf aber nicht mit der Sauerstoffsättigung des Körpers verwechselt werden. Ist das Milieu auf Dauer zu sauer, schafft die Atmung eventuell nicht mehr den Ausgleich. Bei unserer heutigen modernen Lebens- und Ernährungsweise ist dies relativ häufig der Fall.

Die Säureflut kann nicht schnell genug ausgeglichen werden. Die Folge davon ist, dass Nährstoffe aus dem sauren Nahrungsbrei nicht richtig verwertet werden können. Der Dünndarm versucht einen Teil der Säure loszuwerden. Er versucht die Säure zum Magen hinauf zu befördern, was zu Sodbrennen führen kann. Ist das Milieu im Dünndarm dauerhaft zu sauer, rauschen zwar Nährstoffe hindurch, gelangen aber nicht bis ins Blut. Trotzdem wird das Blut und später auch das Gewebe mit Protonen angereichert. Das gesamte Körpermilieu wird langsam immer weiter übersäuert.

Das Säure-Basen-Gleichgewicht

Wenn das Blut Gefahr läuft, zu sauer zu werden, werden normalerweise Protonen an Bicarbonate gebunden. Wie zuvor erläutert, besteht oftmals ein Überschuss an Protonen durch die Aufspaltung der vielen schwefelhaltigen Aminosäuren. Protonen werden an Bicarbonationen gebunden. Diese gehen dann eine bio-chemische Reaktion miteinander ein. Durch diese Bindung verwandeln sich Proton und Bicarbonat zu Kohlensäure. Die Kohlensäure zerfällt dann einfach zu Wasser und Kohlenstoffdioxid. Wasser ist gut für den Körper und Kohlenstoffdioxid kann normalerweise unproblematisch abgeatmet werden.

Fleisch oder Fleischprodukte, Sojabohnen, Hülsenfrüchte und manche Gemüsesorten können außerdem Purin enthalten, wodurch beim Stoffwechselprozess zusätzliche Harnsäure anfällt.

Harnsäure – Das Endprodukt des Purinstoffwechsels

Harnsäure entsteht auch durch den Abbau körpereigener Zellen. Purine bilden die RNS, die Boten des genetischen Codes. Beim Zellabbau werden Purinbasen frei, die in Harnsäure umgewandelt werden. Harnsäure ist wasserlöslich und somit eigentlich leicht ausscheidbar. Normalerweise verläuft das bei gesunden Menschen völlig unproblematisch.

Weil Kohlensäure als stärkere Säure erkannt wird, die ebenfalls abgebaut werden muss, wartet Harnsäure geduldig auf Ausscheidung. Stellen Sie sich nun vor, wie die Harnsäure wartet. Wenn dieser Prozess zu lange anhält, kann es zur Ausfällung der Harnsäure kommen. Steht nicht genug Bicarbonat zur Verfügung, können nicht alle Säuren schnell genug neutralisiert werden.

Es kann eventuell zu starken Schmerzen kommen. Weitere Einschränkungen oder sogar Versteifungen der Gelenke sind möglich. Diese werden von den Kristallen der ausgefällten Harnsäure verursacht. Ablagerungen, Zersetzungsprozesse oder andere Zerstörungsprozesse die von unterschiedlichen Säuren herrühren, sind theoretisch überall im Körper möglich. Das E-Book zum Thema Gicht & Rheuma können Sie schon bald auf dieser Seite im Download Bereich erhalten. Im E-Book gehe ich wesentlich tiefer auf das Thema Schmerzen und Schmerzvermeidung ein.

Purine und weitere Ursachen von Schmerzen

Auch Harnsäure wird wie Protonen und alle anderen Säuren, mit Hilfe der Bicarbonationen ab-, beziehungsweise umgebaut. Wenn nicht genug Bicarbonat zur Verfügung steht, ermächtigt sich der Körper anderer Maßnahmen. Denn auch mit Hilfe von Calcium und Magnesium kann der Körper Protonen und Säuren abbauen.

Calcium befindet sich in unserem Organismus zu großen Mengen in den Knochen und Zähnen, Magnesium in den Muskeln. Entweder muss der Knochen Calcium, für die Neutralisierung der Säuren, herausrücken, oder der Muskel Magnesium. Möglicherweise ist die Stabilität der Knochen dann nicht mehr gewährleistet. Deshalb holt sich der Körper meistens zuerst das Magnesium aus den Muskeln. Magnesiumverlust ist eher zu verschmerzen als der Verlust von Calcium aus den Knochen. Schließlich muss eine Selbstvergiftung des Körpers durch Stoffwechselgifte abgewehrt werden.

Eine kleine Reise durch den Körper

Tagsüber ist unser Stoffwechsel sehr aktiv. Dagegen fährt er in der Nacht herunter, um andere wichtige Reparaturmaßnahmen zu erledigen. Nachts werden außerdem Hormone produziert und bereitgestellt. Vorausgesetzt natürlich, dass genug Baumaterial in Form von Mineralien vorhanden sind. Im Ernstfall muss der Mensch auf das ein oder andere Hormon verzichten. Was das bedeutet, spüren viele Frauen in den Wechseljahren. Häufig geraten sie viel zu früh in die Wechseljahre. Davon später mehr.

Zurück zur Nacht. Es ist ganz natürlich, das die Harnsäureausscheidung in der Nacht am geringsten ist. Die Atmung ist in der Nacht flacher, dadurch sammelt sich Harnsäure im Organismus an. Die Harnsäure wartet darauf, am nächsten Tag den Körper auf natürlichem Wege zu verlassen.

Wenn nun durch reichliches oder eiweißreiches Essen viele Protonen anfallen, die alle an Bicarbonat gebunden werden müssen, bleibt eventuell nicht genug Bicarbonat für den Abbau der Harnsäure, Phosphorsäure und der vielen anderen Säuren übrig. Weil wir leider sehr viele Säuren mit unserer Art der Ernährung zu uns nehmen, kann unser Körper schnell an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit geraten. Kohlensäure ist dominanter als Harnsäure. Aus diesem Grund wird die Kohlensäure zuerst abgebaut. Der Körper setzt alle Hebel in Bewegung um Kohlensäure möglichst schnell loszuwerden.

Warum tun wir uns das alles an?

Essigsäure, Weinsäure, Brantweinessig, Reisessigzubereitung, Apfelsäure, Citronensäure, Ascorbinsäure, Säureregulator, Molkepulver, Verdickungsmittel, Phosphate, Farbstoffe, Zucker und Konservierungsstoffe wie z.B. Kaliumsorbat, Natriumbenzoat. So, oder so ähnlich, liest sich fast jede abgepackte, vorbereitete Mahlzeit. Mit diesen Säuren und Zusatzstoffen hat unser Körper nicht gerechnet als er geboren wurde. Auch die Evolution hat in Bezug auf Nahrungsmittelzusatzstoffen nicht nachgebessert.

Auch in Bezug zur Epigenetik sieht es nicht anders aus. Die Natur entsorgt nicht einfach gut entwickelte Gene. Bei veränderten Umweltbedingungen – wozu die Ernährung zählt – deaktiviert der Körper ggfs. Gene und aktiviert diese wieder bei Bedarf, bzw. bei verbesserter Ernährungslage. Für die Harnsäure bleibt jedoch häufig nicht genug Abbau-Kapazität übrig. Die Kohlensäure verschlingt oft alle Bicarbonate und lässt für die Harnsäure und die anderen Säuren nicht genug übrig. So verbraucht sich schließlich der Calciumvorrat der eigentlich die Knochen stabilisiert. Wie wird man nun die nächtliche aufgespeicherte Harnsäure am besten los?

Die Kohlensäurezurückhaltung

Morgens, bzw. bis zum Mittag scheiden wir normalerweise am meisten Harnsäure aus. Bis nachmittags sinkt die Ausscheidung, um dann wieder bis circa 20 Uhr anzusteigen. Wie wir bereits wissen, ist die Harnsäureausscheidung in der Nacht am geringsten. Die Kohlensäure wird ebenfalls nachts zurückgehalten und somit ändern sich auch die Druckverhältnisse im Körper.

Das merken wir besonders morgens in den Fingern, die etwas steifer, dicker und unbeweglicher sind als tagsüber. Manche Zeitgenossen stehen am Morgen sogar mit aufgedunsenen Gesichtern auf und sind beim Blick in den Spiegel entsetzt. Die Partie direkt unter den Augen ist ein deutliches Anzeichen für einen funktionierenden oder nicht mehr ordentlich funktionierenden Stoffwechsel.

Wird außerdem noch Alkohol getrunken, ist die Leber vorwiegend mit dem Abbau dieser Zellgifte beschäftigt. Alkohol ist ein Zellgift und zu nichts Gutem nützlich. Stoffwechselgifte der Nacht, Zellgifte, Kohlensäure, Harnsäure und andere Säuren können womöglich nicht alle sofort gebunden und abtransportiert werden. Andere saure Substanzen, z.B. Acetylsalicylsäure, können den Säureangriff so steigern, das eine leichte Übersäuerung (Metabolische Azidose) zum Dauerzustand wird. Der Protonenüberschuss macht mit Ermüdungserscheinungen auf sich aufmerksam. Auf Dauer wirkt die Überladung mit Säuren im Blut krankheitsauslösend.

Ursache und Wirkung

Eine ganze Armada von Beschwerden und Erkrankungen könnte ich nun aufzählen, die bei Überernährung mit Proteinen entstehen können. Wenn keine Glukose und keine Fettsäuren zur Verfügung stehen, kann Eiweiß zur Energiegewinnung herangezogen werden. Bei Überernährung mit Eiweiß – aber auch bei Hungerkuren – wechselt der Körper bei der Energiegewinnung auf die Spaltung von Proteinen. Dazu muss der Stickstoff aus den frei werdenden Aminosäuren entfernt werden.

Das geschieht in der Leber durch enzymatische Reaktionen. Dabei entsteht Ammoniak, das besonders giftig für Nervenzellen ist. Deshalb verwandelt die Leber Ammoniak und andere stickstoffhaltigen Stoffwechselgifte in Harnstoff. Dieser wird normalerweise über die Niere mit dem Urin ausgeschieden. Bei eingeschränkter Lebertätigkeit, z.B. bei einer Fettleber, verbleiben Stickstoffverbindungen im Körper und können folgende Beschwerden verursachen:

  • Völlegefühl
  • Aufgeblähtheit
  • Aufgedunsenheit
  • Störungen der normalen Zellfunktionen

Kommt zusätzlich eine Kohlensäurestauung hinzu, weil das Blut zu viele Protonen enthält, entstehen weitere Probleme. Es folgt eine kleine Übersicht der eher harmlosen Beschwerden, die mit der Problematik der Kohlensäurezurückhaltung zusammen hängen:

  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Atemprobleme
  • Übellaunigkeit bis hin zu Aggressionen
  • Starke periodische Blutungen, auch Hämorrhiden
  • Nervenschädigungen
  • Durchblutungsstörungen

Wurde allerdings der Stickstoff erfolgreich in der Leber entfernt, kann aus den Abbaustoffen der Aminosäuren Glukose und Fett hergestellt werden. Glukose kann die Zelle nun zur normalen Energiegewinnung verwenden.

Verzicht als Lösung

Überladen Sie bitte ihren Organismus nicht noch zusätzlich mit viel Kuhmilch. Mit Joghurt, Quark und Käse, nimmt man nicht nur zu viel Eiweiß sondern auch viel Histamin zu sich. Verzichten Sie öfters mal auf Hartkäse. Käseliebhaber konsumieren außerdem viel zu viel Salz.

Allergische Beschwerden können Reaktionen aus der Kombination von zu viel Eiweiß, Salz, Histamin und die Anhäufung von Protonen sein, bzw. die sich dadurch ergebene Kohlensäurezurückhaltung. Zusammen mit der Reaktion auf Histamin ergeben sich häufig Atemprobleme. Reaktionen auf Fischeiweiß schaukeln sich in Kombination mit Histaminunverträglichkeiten ( hervorgerufen durch Fisch der älter als zwei bis drei Stunden ist), und einer Kohlensäurestauung hoch. Daraus ergeben sich widerum erhebliche Schwierigkeiten mit der Atmung.

Essen Sie besser keinen Fisch der älter als zwei Stunden ist. Essen Sie bitte nur fangfrischen Fisch, bzw. Fisch der auf See direkt nach dem Fang tiefgekühlt wurde. Einmal pro Woche eine Fischmahlzeit kann für Kohlensäurenaturen übrigens schon zu viel sein. Sie sind Fischliebhaber und haben Durchblutungstörungen? Dann verzichten Sie bitte entweder auf Getreide, Eier, Milch und Fleisch – oder in Zukunft auf Fisch.

Der begrenzte Vorrat an Lebensenergie

Angenommen wir führen nun genug Bicarbonate zu. Essen insgesamt wenig Getreide als pflanzliche Eiweißquelle und halten uns mit tierischem Eiweiß ebenfalls sehr zurück. Dann hätten alle Protonen eine Chance, an Bicarbonationen gebunden zu werden. Die so gebundenen Protonen verwandeln sich zu Kohlensäure, die durch die Bicarbonationen unproblematisch zu Wasser und Kohlenstoffdioxid zerfallen. Das letztere kann abgeatmet werden. Das erste ist wertvoll für unseren Organismus.

Wir gehen nun außerdem von dem Fall aus, dass die Nieren gut mitarbeiten. Ihre eigentliche Aufgabe besteht nämlich darin Protonen und Bicarbonate zurück zu halten. Sie können beide aber auch wieder abgebenen werden, je nachdem was gerade benötigt wird. Dies ist eine Koordinations-Höchstleistung und wirklich bemerkenswert. Unsere Nieren regulieren einen ganz wichtigen Teil im Säure-Basen-Haushalt. Aus diesem Grund bezeichnet die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) die Nieren auch als den Sitz der Lebensenergie.

Mineralstoffe sind nicht nur Bausteine für Zähne und Knochen

Mit zunehmendem Alter kann es vorkommen, dass die Nieren etwas schwächeln. Die Ausscheidungsleistung kann mit zunehmendem Alter merklich zurück gehen. Bei den Nieren ist allerdings auch der ankommende Druck wichtig. Das bedeutet, dass die Trinkmenge reichhaltig genug sein sollte. Werden zu viele Phosphate und zu viele Säuren mit der Ernährung aufgenommen, und isst man zu viele schwefelhaltige Aminosäuren in Form von Fleisch, Fisch, Eiern und Getreide, leert man irgendwann indirekt den Calciumvorrat der Knochen. Natürlich kann man mit einem guten Mineralwasser dem Körper viel Calcium, Magnesium und Bicarbonate zuführen. Bevorzugen Sie deshalb Mineralwasser. Es ist jedem anderen Getränk überlegen.

Zur Erinnerung:

Zum neutralisieren der übermäßigen Säuren kann der Körper Calcium heranziehen. Da unsere Ernährung heutzutage leider arm an Calcium ist, nimmt der Organismus eigenes Calcium, d.h. aus den Knochen gelöstes Calcium. Dieses verstopft dann leider, ganz nebenbei, die feinen Nierenkanälchen und meistens auch die feinen Gänge im Gehör. Niere und Ohr wurden in der TCM deshalb zugehörend eingeordnet.

Möchte man diese Ablagerungen auflösen um eine Verbesserung der Nierenleistung, oder des Gehörs, zu erzielen, kann man Magnesium verwenden. Magnesiumcitrat löst Ablagerungen. Bitte verwechseln Sie Magnesiumcitrat nicht mit Zitronensaft. Der Zitronensaft-Drink am frühen Morgen ist eher kontraproduktiv. Die zuvor bereits geschilderten Zusammenhänge erklären logisch, dass dies bereits eine Säureflut am Morgen wäre.

Falsches mit Falschem bekämpfen

Isst man dagegen mehr Quark, Joghurt und Käse, weil man gelernt hat und denkt, diese Lebensmittel sind calciumreich, fördert man das zuvor genannte Problem der Eiweißverdauung. Bei der Aufspaltung von Milcheiweiß entstehen weitere Probleme die ich in einem anderen Blogbeitrag erläutere. Weil bei vielen Menschen die Nieren nicht mehr so leistungsfähig sind, sollte man sie entlasten, damit die Lebensenergie nicht vorzeitig verbraucht wird, und damit es später nicht zu einer Osteoporose kommt. Die Nierentätigkeit ist eng mit dem Calciumhaushalt verknüpft. Deshalb sollten die Nieren generell nicht übermäßig belastet werden. Der Sitz der Lebensenergie ist, wie zuvor schon erwähnt, in den Nieren.

Der Nierenfunktionskreis umfasst die Knochen, die Zähne und die Ohren. Das Skelett bringt uns Stabilität. Alles was diese Stabilität angreift, führt zu gravierenden Störungen unserer Lebenskraft und -energie. Der Knochen ist am dringlichsten auf Struktur, Stabilität und Kraft angewiesen. Nicht zuletzt finden wir im Knochen, tief verborgen und gut geschützt, unser wichtigstes blutbildendes System.

Starke Knochen – Kräftige Muskulatur

Die Blutbildung ist also absolut wichtig, so dass diese im geschützten Bereich, tief im Inneren von stabilen Knochen abläuft. Verliert der Knochen Substanz, verliert auch das blutbildende System seinen Schutz. Deshalb ist es so enorm wichtig auf eine gute Calciumversorgung zu achten. Diese erzielt man aber nicht über Milchprodukte und Käsesorten. Calcium ist ein weit reichendes Thema, über dass ich in einem der nächsten Blogbeiträge schreiben werde.

Z.B. sind Calcium, Kalium, Magnesium und Natrium wichtige Kationen. Chlorid, Phosphat und Sulfat sind wichtige Anionen. Kationen und Anionen können elektrischen Strom leiten und sind im Elektrolythaushalt unentbehrlich. Die Elektrolyte stehen in enger Abhängigkeit zum Wasserhaushalt. Sie wirken sich auf den osmotischen Druck, den Säuregrad des Blutes, das Blutvolumen und auf alle anderen Körperflüssigkeiten aus. Auch die Reizweiterleitung im Nervensystem und die Aufrechterhaltung der Membranen werden durch Elektrolyte kontrolliert. Deshalb müssen wir verstehen, wie wichtig es ist, dass wir Calcium oder Magnesium nicht leichtsinnig opfern. Muskeln sind wichtig für viele Stoffwechselprozesse. Knochen geben unserem Körper Halt und Struktur.

Aktion schafft Reaktion

Nun könnte man auf die Idee kommen, Sport zu treiben um mehr Muskulatur aufzubauen. Sich sportlich zu betätigen ist natürlich immer gut. Nebenbei gibt man dem Körper Gelegenheit vermehrt Kohlenstoffdioxid abzuatmen, was ganz hervorragend wäre. Doch vor dem Sport sollte man bedenken, dass zunächst freies Kohlenstoffdioxid entstehen muss. Wenn die Protonen im Blut und auch später in den Geweben fest hängen, müssen zuerst Bicarbonate zugeführt werden.

Und zwar jede Menge Bicarbonat. Man nennt Bicarbonat auch Natriumhydrogencarbonat. Ist das Blut oder das Gewebe sauer, bindet das Bicarbonat ein Proton und wird zur Kohlensäure. Ist kein Bicarbonat vorhanden, bleibt das Blut und das Gewebe relativ sauer. Durch intensiven Sport und Bewegung fällt im Körper Milchsäure an. Noch eine Säure, die zusätzlich zu den anderen Säuren, irgendwie abgebaut werden muss.

Ersatzverkehr

Bei einer eiweißreichen Ernährung mit viel Fisch, Fleisch, Eiern und Getreide fallen vermehrt Protonen an. Stehen nicht ausreichende Bicarbotanionen zur Bindung zur Verfügung, versucht der Stoffwechsel über andere Wege das Problem der Ausscheidung zu lösen. Besonders charakteristisch ist hierfür der morgendliche Fliessschnupfen. Andere harmlose Formen der Ausscheidung können Schweissfüße, verstärkter Achselschweiß oder Mundgeruch sein.

Der Körper ist erfinderisch und besitzt ein hohes Maß an Eigenregulation. Falls der Körper durch zu viele Säuren in Schieflage gerät und das Milieu zu kippen droht, wird normalerweise regulierend eingegriffen. Häufen sich jedoch zu viele Protonen an, die auch nicht mehr durch periodische Blutungen ausgeschieden werden können, z.B. aufgrund der Wechseljahre der Frau, sucht der Körper weitere Lösungen. Für die vielen Protonen und für die sauren Stoffwechselendprodukte baut der Körper dann eigens Fettzellen. Diese neu gebauten Zellen dienen dem Körper als praktisches Zwischenlager, als Depot. Man könnte auch sagen, Körperfettgewebe dient als Müllhalde.

Wie wichtig ist der Säuregrad des Blutes?

Die Hauptsache ist, wie bereits zuvor beschrieben, dass der Blut pH-Wert möglichst schnell wieder eingestellt werden kann. Der Protonenüberschuss ist der eigentliche Grund, warum manche Frauen viel zu früh in die Wechseljahre kommen. Viele nehmen dann sehr schnell an Gewicht zu. Diese Frauen schwitzen, um Stoffwechselgifte über die Haut loszuwerden.

Viele saure Stoffwechselgifte verbrauchen körpereigenes Calcium weil nicht genügend Bicarbonate zur Verfügung stehen. So kann Osteoporose entstehen. Aber auch die Muskeln und die Nerven werden von diesem Prozess in Mitleidenschaft gezogen und angegriffen. Der Körper verbraucht nicht nur Calcium. Er ist nicht wählerisch und nimmt auch Magnesium und andere Mineralstoffe zum neutralisieren.

Die problemlose Verdauung

Wunderschön kann man einen funktionierenden Stoffwechsel daran erkennen, dass der gesunde Mensch problemlos zu- und abnimmt. Wenn Menschen nicht abnehmen können, also sehr schwer Gewicht verlieren, funktioniert wenigstens der Selbstschutz des Körpers noch. Diese Personen sind so verschlackt, dass ein Abbau der Körpersubstanz, d.h. der Abbau der Fettzellen zu gefährlich wäre.

Eine Selbstvergiftung wäre eventuell durch freigesetzte Ablagerungen und Stoffwechselgifte möglich. Der menschliche Körper registriert genau, welche Gifte in diesen Fettzellen stecken. Eine problemlose Verdauung sollte als erste Maßnahme angestrebt werden.

Die Übergewichtigen

Mit zunehmendem Gewicht steigt in vielen Fällen auch der Schmerzpegel. Schmerzen zeigen deutlich an, dass Gefahr droht. Chronische Schmerzen stammen häufig von diesen Müllhalden des Körpers, von den Ablagerungen in den Fettzellen. Sie schreien mit Hilfe der Schmerzen förmlich nach Befreiung und Erlösung. Der Körper ist im Grunde dauerhaft in einen Notzustand geraten.

Damit der Stoffwechsel im Blut und in den Geweben richtig funktioniert, sollte reichlich Gemüse gegessen werden. Das Säure-Basen-Verhältnis kann natürlich auch noch durch körpereigenes Bluteiweiß reguliert werden. Dafür können Protonen (aus Fleisch, Fisch, Eiern und Getreide) vorübergehend an körpereigenes Bluteiweiß gebunden. Vorausgesetzt es findet sich irgendwann genügend Bicarbonat, so lassen die Bluteiweiße ihre Fracht los. Die Protonen verbinden sich dann mit Bicabonationen und das Problem ist behoben.

Alle, die kein Gluten vertragen und auf Getreide verzichten, belasten deshalb ihren Stoffwechsel wesentlich weniger. Mehr Fleisch, Fisch und Eier anstatt Getreide zu essen ist trotzdem keine gute Idee. Statt Getreide wählen Sie lieber Reis, Buchweizen, Sojamehl oder gelegentlich glutenfreien Hafer. Fleisch, Fisch und Eier sollten Sie, wie alle Menschen, nur wenig und mit reichlich Gemüse oder mit Salat genießen.

Entgleisung des Stoffwechsels

Wird dauerhaft zu wenig Gemüse und Salat gegessen, halten die Bluteiweiße die Protonen fest. Ein reger Austausch, bzw. Bindung, ist nicht möglich. Auf Dauer kommt es dann möglicherweise zu Sauerstoffmangel im Blut. Später ist die Atemfrequenz vermindert oder gestört. Besorgniserregend wird die Situation dann, wenn sich die Lippen dunkelrot oder bläulich verfärben.

Der kritische Blick in den Spiegel ist Vorraussetzung dieses komplexe Geschehen wahrhaben zu wollen. Wenn Bluteiweiße Protonen festhalten, ist ein reger Austausch nicht möglich. Wenn sich dadurch die Druckverhältnisse im Körper ändern, weil bereits in der Nacht eine Drucksteigerung in den Venen eingetreten war, kann sich der Druck so sehr steigern, dass es zu venösen Einblutungen kommen kann.

Eingeschränkte Blutzirkulation, kalte Hände und Füße sowie ständiges Frösteln, lassen sich ebenso mit verringerter Durchblutung erklären.

Verzehren Sie reichlich Gemüse. Das bedeutet, dass Sie bereits zum morgendlichen Brötchen eine ordentliche Portion Gemüse essen sollten. Diese Portion Grünzeug ist hoffentlich mindestens so groß wie das Brötchen selbst. Absolut ideal ist es, wenn Sie spät frühstücken, und zwar mit einer leichten, warmen Mahlzeit. Mittags oder Abends profitieren übergewichtige Personen von Roggenbrot – je nach Blutgruppe. Bei Schnitzel, Steak und Fisch ist dagegen Zurückhaltung angesagt. Die Menge an Gemüse sollte die Fleisch- oder Fischportion immer um das dreifache übersteigen; plus Salat als Beilage.

Hochwertige Proteine

Da das Eiweiß vom Fisch höherwertiger als Fleischeiweiß ist, sollte man nach Fischmahlzeiten viel trinken um die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten zu erleichtern. Ein altes Sprichwort sagt nicht umsonst, das der Fisch schwimmen muss. Besser als Wein sollte der Fisch in Wasser schwimmen. Wein ist zum Kochen und zum Verfeinern ideal. Es ist kein Getränk wie Wasser. Aufgrund der Weinsäure sollte niemand Wein zu reichlich geniessen. Das gilt besonders für Frauen.

Investieren Sie in ihre Gesundheit, indem Sie Gemüse den Vorrang geben, der ihm gebürt. Den Säure-Basen-Haushalt sollte man als Kohlensäure-Bicarbonat-System verstehen. Sicher ist nicht jede Art von Ernährung für jeden Menschen gleich gut geeignet. Gewohnheiten, Vorlieben und das Portemonnaie bestimmen meistens unseren Ernährunsplan. Bitte merken Sie sich, dass besonders hochwertige Proteine mit Bedacht verzehrt werden sollten! Die Eskimos hatten schließlich keine Getreideprodukte und keine Milchprodukte zur Verfügung. Bedenken Sie, dass wir Mischköstler sind.

Männer und Frauen

Wir Menschen sind zwar sehr individuell, jedoch sind wir in unserem Stoffwechsel immerhin so identisch, dass manche biologischen Reaktionsabläufe bei jedem Menschen dann doch wieder gleich sind. Was sich grundsätzlich bei Männern und Frauen unterscheidet, ist die Aktivität des Stoffwechsels. Viele Frauen berichten mir, dass sie die gleichen Speisen essen wie ihre Männer. Dabei haben ihre Männer wesentlich geringere gesundheitliche Probleme als die Frauen.

Das erklärt sich folgendermaßen: Männliche Knaben haben physiologisch, also in ihrer Natur begründet, ab dem 8. oder 9. Lebensjahr eine wesentlich höhere Kohlensäureabgabe als weibliche Wesen. Dies hat eine ganz natürliche Ursache. Der Stoffwechsel der Frau ist tiefer eingestellt als der männliche. Frauen haben eine natürliche Steigerungsfähigkeit des Stoffwechsels, damit der Stoffwechsel während einer Schwangerschaft und der Stillzeit erhöht werden kann. In den ersten Monaten der Schwangerschaft findet dann eine Umstellung, bzw. eine Steigerung des Stoffwechsels statt.

Eine erhöhte Kohlensäureabgabe wird dadurch möglich. Diese erhöhte Abgabe kann zunächst das Atmungszentrum in der Medulla oblongata im verlängerten Rückenmark ansprechen. Wir wissen, dass das Zentrum für Erbrechen in der Medulla oblongata eine Beziehung zum Atmungszentrum hat. Blässe ist in den ersten Schwangerschaftswochen allgegenwärtig. Wenn sich die schwangeren Frauen an den höheren Stoffwechsel gewöhnt haben, hört man von vielen, dass sie sich noch nie so leistungsfähig, fit und gut gelaunt gefühlt haben. Kein Wunder, denn sie befinden sich jetzt in ihrer vollen Kraft.

Probleme durch Protonenüberschuss

Blässe, erschwerte Zirkulation und Kohlensäurezurückhaltung finden wir aber nicht nur bei Frauen im besten Alter, sondern auch bei den ganz jungen Mädchen. Kopfschmerzen und Erbrechen bei Migräne lassen sich mit der Kohlensäurestauung erklären. Epileptische Anfälle und Krampfzustände aller Art zeigen ein ähnliches Muster. Da die meisten Anfälle in den Nacht- und Morgenstunden auftreten, also bei dem natürlich vorkommenden Höchststand der Kohlensäureansammlung und der Zurückhaltung der Harnsäure.

Herzinfarkte können ebenso erklärt werden. Emotionale Belastungen, Stress, Sorgen und Aufregung kommen bei Herzinfarkten häufig zu einer schlechten Ernährungslage hinzu und werden deshalb an dieser Stelle kurz erwähnt.

Krampfanfälle die nachmittags auftreten, lassen sich eher mit einem Kochsalzüberschuss und mit einem zu hohen Anteil an Schwefelsäure (Eier, Fleisch, Fisch und Hartkäse) in der Nahrung erklären.

Zusammen ist der Körper stark

Merken Sie sich einfach folgendes: Bei der Aufspaltung von Eiweiß aus Fleisch, Fisch, Eiern und Getreide (schwefelhaltige Aminosäuren) entstehen Protonen. Diese werden mit Hilfe von Bicarbonaten gebunden und dann zu Kohlensäure verwandelt. Die so gebundene Kohlensäure zerfällt in Wasser und Kohlenstoffdioxid. Wasser ist gut und nützlich im Körper. Kohlenstoffdioxid kann abtransportiert und dann abgeatmet werden.

Protonen können vorrübergehend auch vom körpereigenen Bluteiweiß gebunden werden. Sie verbleiben im Körper und warten auf Bindung damit der Stoffwechsel wieder up to date ist. Oder die Nieren helfen dem Organismus und scheiden Protonen aus, was leider im fortgeschrittenen Alter häufig nicht mehr gut genug funktioniert. Essen Sie deshalb in Zukunft basischer!

Gemüse, viel Gemüse kann die Lösung sein!

Reis und Gemüse kann als Basis-Ernährung gelten. Ein guter Start zur Entgiftung, also zur Entsorgung alter Stoffwechselschlacken, kann mit viel Gemüse geebnet werden. Man sollte mindestens ein ganzes Jahr einplanen um erste Verbesserungen zu erzielen. Diejenigen, die schneller einen Erfolg anstreben, sollten mindestens ein halbes Jahr völlig auf tierisches Eiweiß jeglicher Art verzichten. Hilfreich wäre auch eine Einschränkung bei Getreide, sich also beim Verzehr von Brot und Brötchen zurüch zu nehmen. Eine Badekur wäre wünschenswert, sowie Bürstenmassagen, Atemübungen und Gymnastik am Morgen.

Die gute alte Badekur

Früher hat man Badekuren noch als Schönheitselixier und als Jungbrunnen anerkannt. Noch nie war entgiften und entschlacken schöner und bequemer als in der eigenen Badewanne. Alternativ möchte ich an dieser Stelle die Kristall Thermen erwähnen, z.B. die Therme in Seelze bei Hannover. Diese Therme ist mit einem Natronbecken ausgestattet. Das Wasser ist dauerhaft 36 Grad warm und man sollte darin drei bis vier Stunden täglich baden. Und zwar für die Dauer von mindestens drei Wochen. Baden Sie also täglich 3-4 Stunden. Baden Sie gern etwas kürzer. Oder gern etwas länger.

Die Zeit vergeht dabei recht schnell, denn man hat genug Abwechslung in einem öffentlichen Bad. Gegebenenfalls sorgt man selbst für etwas Unterhaltung und nimmt Gleichgesinnte mit. Kurze zwei Minuten Pausen für den Toilettengang oder um etwas zu trinken, sind jederzeit möglich und schränkt die wohltuende Wirkung der basischen Bäder nicht ein. Sie können natürlich auch zuhause in der eigenen Badewanne ausgiebige basische Bäder machen.

Fehler beim Baden

Den gröbsten Fehler, den die meisten beim basischen Baden machen, besteht darin, zu kurz im basischen Wasser zu verweilen. Früher, zu Zeiten der Römer, badete man bei allen möglichen Gebrechen stundenlang in basischem Wasser. Andere Thermalquellen, Sole, auch Thermalsole hat diesen gesundheitsfördernden Effekt nicht. Natronwasser das erwärmt ist und stundenlanges, faules herumliegen ermöglicht, fördert die Entschlackung und sorgt nicht nur für eine Verjüngung der Haut. Sie werden sehen, Sie werden insgesamt beweglicher!

Entschlacken und entgiften

Basische Bäder entschlacken den Körper intensiv. Zunächst können Sie versuchen, einmal jährlich basische Bäder einzuplanen. Testen Sie ganz in Ruhe, ob und wie lange ihnen basische Bäder bekömmlich sind. Alternativ sind Bürstenmassagen, besonders am frühen Morgen, sehr hilfreich. Bürstenmassagen sind wohltuend, kommen aber an die außergewöhnlich gute Wirkung der Natronbäder nicht heran.

Innere Ordnung wieder herzustellen, bedeutet, dem Körper Gelegenheit zu geben, sich von Stoffwechselgiften zu befreien. Befördern Sie alle Schlacken, die sich über Jahre ansammeln konnten, aus ihrem Körper hinaus. Werden Sie aktiv! Aber stopfen Sie nach basischen Bädern nicht wieder bedenkenlos Fleisch, Fisch, Eier, Mayonaise, Aufschnitt, Wurst und Käse in sich hinein.

Viele weitere, auch pflanzliche Proteine werden in schwefelhaltige Aminosäuren aufgespalten. Dazu zählt auch Knoblauch, der eigentlich sehr gesund ist – gering dosiert. Zu viel Knoblauch ist übrigens ungesund. Knoblauch enthält viel Schwefel. Nicht nur während der Zeit in der Sie basisch baden, sollten Sie leichte Kost auf ihren Speiseplan setzen.

Dank an die Pharmaindustrie

Falls Sie einmal krank werden, dann gehen Sie ruhig zum Arzt. Gelegentlich ein paar Medikamente schaden nicht. Ganz im Gegenteil. Manche Medikamente sind ein Segen für die Menschheit, und wir sollten der Wissenschaft für ihre Forschungen dankbar sein. Falls Sie bereits chronisch krank sind und leiden, dann denken Sie zuerst nach. Wir leben in einer Welt, wo die Fragen sich immerzu wiederholen. Aber die Antworten können und sollten sich mit dem Fortschritt ändern. Fühlen Sie nach dem „Selbst-Denken“ in sich hinein. Beobachten Sie sich genau und fragen Sie sich selbst, ob Sie bisher gute Antworten auf ihre Fragen erhalten haben.

Falls nicht, dann sollten Sie sich selbst helfen. Und falls Sie mal wieder Heißhunger verspüren, dann greifen Sie zwischendurch ruhig mal zu einem Snack. Beachten Sie dabei bitte nur, dass Sie diese kleinen leckeren Sünden mit viel Bicarbonat, also Gemüse, wieder ausgleichen sollten. Damit aus der Nascherei, dem kleinen Snack, keine dauerhafte Attacke gegen Ihre Gesundheit wird. Schmerzattacken sind Reaktionen ihres Körpers, die ihnen meistens deutlich aufzeigen, was sie gestern gegessen haben. Deshalb achten Sie bei Beschwerden bitte immer darauf, was Sie gestern gegessen haben. Manchmal reagiert der Körper schnell, aber meistens reagiert er erst nach Stunden. Zwölf bis zwanzig Stunden sind keine Seltenheit.

Nachhaltig gesund?

Mit einer bewussten und nachhaltig guten Nahrungsumstellung, können Sie sich stärken, so dass kleine Feste und Feierlichkeiten wieder sorglos genossen werden können. Und ich rede nicht von Vegetarismus, oder schlimmer noch von veganer Lebensweise. Fanatismus führt meistens in eine Sackgasse. Das ist im wahren Leben so und bei der Ernährung ist das ebenso der Fall. Bei Hühnereiern ist z.B. das Eigelb der wichtigste, wertvollste und vitaminreichste Teil. Ich verwerfe meistens das Eiweiß. Bereits solche kleinen Veränderungen im Lebensstil können sehr positive Auswirkungen haben.

Schlusswort

Jeder Mensch sollte individuell seine eigenen Ernährungsgewohnheiten prüfen. Dann langsam korrigieren und nachhaltig verbessern. Die Feineinstellung findet über die Zugehörigkeit der Blutgruppe statt. Es ist wichtig zu wissen, zu welcher Abstammungsgruppe man gehört. Eigenverantwortung und Selbstfürsorge können dann sogar richtig Spass machen. Die Veavita-Lebensmitteltabelle berücksichtigt alle vorgenannten Schwierigkeiten. Mit Hilfe der Veavita Tabelle können Sie bald gezielt entgiften und entschlacken. Nebenbei können Sie ihre Lebensenergie, also die Nieren, nachhaltig stärken.

Wenn Sie wenig, bzw. kaum Blattgemüse, Salate und selten Wurzelgemüse essen, werden dem Körper zu wenig Hydrogencarbonate (Basen) zugeführt. Basen sind bio-chemische Verbindungen, die mit Säuren unter Wasseraustritt Salze bilden. Essen Sie hingegen reichlich Gemüse und Blattsalate, versorgen Sie sich mit viel Hydrogencarbonaten. Salzen Sie deshalb bitte nur sehr sparsam.

Die beiden größten Risikofaktoren und auslösende Krankheitsursachen sind:

  1. Zu viele Säuren in der Nahrung, besonders schwefelhaltige Aminosäuren aus denen im Stoffwechsel Protonen entstehen.
  2. Zu hoher Kochsalzkonsum.

Ich hoffe, dass ich mit diesem Artikel einen kleinen Teil zu Ihrer Selbsthilfe beitragen konnte. Unser Körper regelt sehr komplex alle anfallenden Arbeiten meistens völlig autonom. Er benötigt dafür dringend ihre Unterstützung. Seien Sie kreativ bei der individuellen Umsetzung! Die größte Macht der Heilung ist die Selbstheilung.

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Quellen: Die Kohlensäurestauung in unserem Körper, Dr. H. Lahmann, Otto Reichl Verlag, ISBN 387667-109-6

Nieren und Blase, R. Sonnenschmidt, Narayana Verlag, ISBN 978-3-941706-05-7

Bild von Steve Buissinne auf Pixabay

Eine Idee zu “Snack Attack

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