Um Krankheitsprozesse zu verstehen, sollte man sich von Zeit zu Zeit mit den physiologischen Abläufen (der Gesundheit) des Körpers beschäftigen. Der menschliche Körper besteht aus Milliarden von Zellen, aus mehreren Organsystemen die ständig in Wechselwirkung aufeinander angewiesen sind.

Alles fließt

Alle Zellen benötigen verlässliche, stabile Umgebungsflüssigkeiten und Energie damit der Körper reibungslos funktionieren kann. Ist die innere Balance durch ausreichende Zwischenzellflüssigkeit gegeben, gleicht der Stoffwechsel Schwankungen unproblematisch aus und reagiert angemessen auf Umwelteinflüsse – vorausgesetzt der Energiestoffwechsel funktioniert.

Zur Zwischenzellflüssigkeit wird die wässerige Umgebung zwischen den Zellen, der flüssige Anteil der Blutgefäße und die gelösten Salze der Elemente gezählt. Besonders wichtige Schlüsselaufgaben haben Natrium, Kalium, Calcium und Chlor. Außerdem sind die Körpertemperatur, der pH-Wert des Blutes, Sauerstoff und Nährstoffe für das innere Milieu unentbehrlich. Genauso wichtig ist der Abtransport, also die Entsorgung von Stoffwechselprodukten. Zum Beispiel muss immer wiederkehrend Kohlendioxid aus der Zelle abtransportiert werden.

Leben ist die Bereitstellung von Energie

Reibungslos kommunizieren und agieren Zellen wenn genug Adenosintriphosphat (ATP) vorhanden ist. Deshalb hat die Natur es so eingerichtet, dass ATP wie ein Akku funktioniert. ATP besteht aus der Base Adenin, Ribose (Zuckermolekül) und drei Phosphatgruppen. Wenn die dritte Phosphatgruppe mit Hilfe von Wasser abgespalten wird, entsteht Energie.

Jede Zelle benötigt für ihre eigene Arbeit Energie. Bei der Abspaltung der 3. Phosphatgruppe von Wasser entsteht ADP, das durch die Reaktion neu gebildet wird. Die Energie hierfür stammt vor allem aus der Verbrennung von Glukose (Zucker/Traubenzucker). In den einzelnen Zellen wird bei diesem „Verbrennungsvorgang“ Sauerstoff verbraucht.

Unser Körper hat viele verschiedene Zelltypen, die sich auch in den Geweben unterscheiden. Wir differenzieren vier Arten von Gewebe: Epithel-, Muskel-, Nerven- und Bindegewebe. Zum Bindegewebe, das auch Stützgewebe genannt wird, gehören das Knorpel-, Knochen- und Fettgewebe, die Gelenke, Sehnen und Bänder. Die letzteren halten, zusammen mit gut ausgebildeten Muskeln, das Knochenskelett zusammen. Nervenzellen sorgen für Übermittlung wichtiger Informationen.

Muskelarbeit ist Zeitarbeit

Betätigen wir uns zeitlich länger reicht ATP zur Energiegewinnung allein nicht mehr aus. Dann muss Glukose verstoffwechselt werden, das in der Speicherform als Glykogen im Muskel bevorratet wird. Besteht Bedarf kann Glykogen recht schnell zu Glukose aufgespalten werden. Glukose kann aber nicht direkt zur Regeneration von ATP benutzt werden. Glukose muss vorher weiter zerlegt werden. Bei Sauerstoffmangel reagiert dieses über mehrere Schritte zum Pyruvat und dann weiter zur Milchsäure (Laktat).

Ist dagegen reichlich Sauerstoff vorhanden, was wünschenswert ist, kann Pyruvat über mehrere Reaktionen komplett zu Kohlendioxid und Wasser gespalten werden. Bei dieser Variante wird wesentlich mehr ATP gebildet. Dies bezeichnet man auch als Citratzyklus oder Citronensäurezyklus. Kohlenstoffdioxid (CO2) ist am Ende dieser Reaktionskette ein Abfallprodukt.

Sauerstoff und CO2

Die Photosynthese ist ein bio-chemischer Vorgang durch den das Leben für die Menschen und Tiere möglich wird. Pflanzen nehmen Wasser, Licht und Kohlenstoffdioxid (CO2) auf. Nach der Photosynthese geben die Pflanzen Sauerstoff und Glukose ab. Das ist auch der Grund, warum einige pflanzliche Lebensmittel süßlich schmecken.

Menschen und Tiere atmen den Sauerstoff, den die Pflanzen und Bäume zuvor produziert haben. Deshalb schaden uns Abholzungen so sehr. Und aus diesem Grund bezeichnet man die Regenwälder auch als die „Grüne Lunge der Erde“.

Der Citratzyklus

Für Stoffwechselprozesse verlangt unser Körper nach Sauerstoff. Unter anderem benötigt der Citronensäurezyklus Sauerstoff. Steht reichlich Sauerstoff in den kleinen Muskelfasern zur Verfügung kann der Stoffwechsel bis zur Aufspaltung von Kohlendioxid durchlaufen. Die Mitochondrien verwahren den Sauerstoff in den Muskelzellen. Mit jeder Art von Muskeltraining lässt sich die Anzahl der Mitochondrien erhöhen. Mehr Muskeln – mehr Mitochondrien – mehr Energie.

Damit es allerdings nicht zu einer Überforderung in der Sauerstoffdeckung kommt, sollte man sportliche Atkivität in jeder Form grundsätzlich langsam beginnen. Verbraucht der Muskel später mehr Sauerstoff als zugeführt werden kann, entsteht eine Sauerstoffschuld. Mit verstärkter Atmung versucht der Körper diesen Mangel auszugleichen.

Bei länger andauerndem Training werden Kreatinphosphat und zusätzlich Glykolyse für die Energiebereitstellung herangezogen. Dabei entsteht Milchsäure, die zum größten Teil über das Blut zur Leber abtransportiert wird. Ein geringer Teil Laktat bleibt jedoch fast immer im Muskelgewebe hängen und muß vom Körper nach und nach abgebaut werden.

Das Aufräumkommando benötigt hierfür ebenfalls Sauerstoff! Außerdem müssen nach dem Training dann auch noch die Vorräte an ATP, Kreatinphosphat und Glykogen aufgefüllt werden. Können Sie sich denken, was schon wieder benötigt wird? Wieder mal wird mit aller Kraft im Körper um Sauerstoff gerungen.

Alles im Lot?

Wird auf Hochleistung trainiert, verbrauchen sich die Glykogenvorräte und Milchsäure kann im Körper bedenklich ansteigen. Ein hoher Laktatanstieg führt zu pH-Absenkungen in den Zellen. Und die hohe Milchsäurekonzentration kann den Zellen erheblichen Schaden zufügen. Eine leichte Übersäuerung macht sich mit harmlosen Schmerzen als Muskelkater bemerkbar. Soweit sind diese Vorgänge immer noch normal und überhaupt nicht bedenklich. Der Körper ist schließlich ein Regenerationswunder. Nach ein paar Tagen ist alles wieder im Lot und der Muskelkater ist Geschichte.

Zum Glück nimmt der Körper seine normale Arbeit zügig wieder auf und kümmert sich um die wirklich wichtigen Dinge. Das ist u.a. der Proteinaufbau und -abbau. Dafür wird natürlich viel Energie gebraucht.

Gute Säuren – schlechte Säuren

Für die Gewinnung von Energie gibt das Coenzym A seine Acetylgruppe, im Reaktionsablauf des Citratzyklus, an Oxalatacetat ab. Es entsteht Citrat – ein C6-Körper. Citrat hat übrigens nichts mit Zitronensaft oder deren Säure gemein. Das frei gewordene Coenzym A kann nach dieser Reaktion wieder eine neue Acetylgruppe aufnehmen.

Als ein wichtiges Stoffwechselzwischenprodukt im Citronensäurezyklus, wird nicht nur Citrat, sondern u.a. auch Isocitrat und Pyruvat gebildet. Pyruvat kommt auch als natürliche Säure, und zwar als Brenztraubensäure in Äpfeln, Hülsenfrüchten, Geflügel und in Vollkorngetreide vor. In vielen weiteren pflanzlichen Lebensmitteln finden wir Brenztraubensäure – leider nur in sehr kleinen Mengen. Brenztraubensäure wird auch Acetylameisensäure genannt. Vielen kennen es als Fatburner. Linolsäure ist ebenfalls ein guter Fatburner. Beide, Acetylameisensäure und Linolsäure, helfen der schlanken Linie. Die Säure vom Zitronensaft löst keine Fettzellen auf, sondern ihre Knochensubstanz. Darüber erfahren Sie mehr im nächsten Blogbeitrag.

Der DNA-Code und sein Informant

Zur Erinnerung: ATP ist für die Energie der Zellen unentbehrlich. Auch die Erbsubstanz benötigt viel ATP. Die Basen Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin bilden die Beschriftung des genetischen Codes. Drei aufeinanderfolgende Basen bilden ein Codon, oder DNA-Triplet, das eine Aminosäure kodiert. Im Zellkern bilden Purine die RNS. Diese, also die Ribonukleinsäure ist der Informant des genetischen Codes.

Bei veränderten Umweltbedingungen, oder bei schlechter Ernährungslage sorgt die Natur dafür, Gene zu deaktivieren. Laut Epigenetik entsorgt die Natur gut entwickelte Gene nicht. Ändern sich die Lebensumstände positiv, kann der Organismus deaktivierte Gene wieder aktivieren. Eine sehr wichtige Information ist, zu wissen, dass Erwartungen Ergebnisse entweder positiv oder negativ beeinflussen. Es ist also hilfreich, wenn Sie in der Lage sind, auch in ausweglosen Situationen positiv zu denken. Positives Denken motiviert zudem, positiv zu handeln.

Aktuell wird sehr viel Werbung für proteinreiche Snacks und Drinks gemacht. Das ist allerdings eher negativ und unsere Genetik profitiert nicht vom Eiweißwahn. Eiweiß ist wichtig, das ist unbestritten. 20 verschiedene Aminosäuren sind Bestandteile von menschlichen Proteinen. Von den zwanzig Aminosäuren sind 8 lebensnotwendig. Diese acht Aminosäuren können vom Körper nicht aus anderen Molekülen aufgebaut werden. Deshalb müssen Sie diese acht wichtigen Aminosäuren mit der Nahrung zu sich nehmen. Am besten täglich! Die anderen 12 Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen. Die Aminosäure Cystin unterliegt dabei einer Besonderheit. Das betrachten wir im Folgenden genauer.

Cystein – die wichtigste Aminosäure

Cystein ist mit Abstand die wichtigste Aminosäure. Sie entgiftet den Körper, bekämpft freie Radikale und bildet zusammen mit Glycin und Glutaminsäure Glutathion. Das Antioxidans Glutathion entschärft, besonders in Zusammenarbeit mit Vitamin B6, zuverlässig jedwedes Heer von Angreifern. Glutathion inaktiviert freie Radikale. Schnell und effektiv werden angreifende Substanzen ausgeschaltet.

Zusammen mit Pantothensäure baut Cystein Fettsäuren auf, die für den Erhalt und den Aufbau von Nervenzellen wichtig sind.Weil die Bildung von Cystein nur durch die Anwesenheit von Methionin gewährleistet ist, sollten Sie gut darauf achten, dass Sie immer genug Methionin mit der Nahrung aufnehmen. Merken Sie sich bitte, dass Cystein im Körper nur durch Methionin gebildet werden kann.

Methionin zählt zu den acht essentiellen Aminosäuren und ist in Eigelb, Kartoffeln, Soja, Knoblauch, Äpfeln, Brokkoli, Rosenkohl, Hühnerbrust, Lachs und Spinat enthalten. Nehmen Sie diese lebensnotwendigen Aminosäuren täglich mit der Nahrung auf! Ihr Körper kann Arginin, Ornithin, Glutamin, Taurin, Histidin, Cystin (die stabile Form von Cystein) und Prolin selbst produzieren. Die letztgenannten sind nichtessentiell.

Basis der Gesundheit

Der Eiweißstoffwechsel ist also der Aminosäurestoffwechsel. Proteine, die wir so sehr benötigen, sind in pflanzlichen und in tierischen Nahrungsbestandteilen enthalten. Wenn wir Protein mit der Nahrung zu uns nehmen, wird Eiweiß, im Zuge der Verdauung, in Aminosäuren aufgespalten. Anschließend werden die Aminosäuren über das Blut zu den Körperzellen gebracht. Dort werden sie für den Aufbau der körpereigenen Eiweiße verwendet. Der Proteinstoffwechsel wird individuell, bei Bedarf und nach verschlüsselten Proteinbauplänen, die sich in der DNS befinden, geregelt.

Körpereigene Eiweiße sind zum Beispiel:

  • Enzyme
  • Hormone
  • Antikörper
  • Gerinnungsfaktoren
  • Transportproteine (z.B. Hämoglobin)
  • Myofibrillen der Muskeln
  • Kollagen

Wie Chaos entsteht

Der Körper baut sich nicht nur auf, sondern baut auch beständig Proteine und Nukleinsäuren ab. Dabei fallen u.a. Purinbasen an, die zu Harnsäure umgewandelt werden. Harnsäure ist wasserlöslich und wird von gesunden Menschen problemlos über die Nieren ausgeschieden. Wird dem Körper zu wenig Flüssigkeit zugeführt, z.B. kann durch Erkrankungen Flüssigkeitsmangel im Körper entstehen, oder wenn eine Ausscheidungsschwäche vorliegt, kann zum Beispiel und u.a. die Harnsäure nicht komplett ausgeschieden werden.

Die Folge davon sind Schmerzen, z.B. im Großzehengrundgelenk. Gicht, rheumatische Beschwerden, Ablagerungen aller Art, Schmerzen oder Muskelschmerzen, allergische Beschwerden, Konzentrationsprobleme und viele weitere Beeinträchtigungen lassen sich nur aufgrund von Flüssigkeitsmangel erklären.

Wenn weitere Belastungen hinzukommen

Wenn zu viel Fleisch, Fisch, Getreide oder Hühnereier gegessen werden, kann es im Zuge des Proteinstoffwechsels ebenfalls zu großen Problemen kommen. Dabei macht es kaum einen Unterschied, ob zu viel Fleisch, zu viel Fisch oder zu viel Getreide verzehrt wird. Eskimos aßen früher traditionell kein Getreide. Ihre einzige Proteinquelle war Fisch. Natürvölker aller Art erfreuen sich normalerweise guter Gesundheit. Dagegen essen die meisten Menschen in den Industrieländern zu viel Getreide! Fleisch, Fisch und Eier werden auch noch im Übermaß verzehrt. Diese Faktoren addieren sich zu einem Problem. Naturvölker salzen Ihre Speisen nicht. Das sollten wir uns als gutes Vorbild nehmen.

Logisch ableiten können Sie von dieser Problematik, dass wir unseren Organismus mit Proteinen, also Aminosäuren, und Salz überfluten. Bei der Aufspaltung von Eiweiß, egal ob die Quelle pflanzlich oder tierisch ist, wird jede Menge Schwefelsäure freigesetzt. Hühnereier enthalten ebenfalls sehr viel Schwefelsäure. Verzehren Sie bitte aus diesem Grund nicht mehr als drei, höchstens 4vier Eier pro Woche.

Viel hilft nicht immer viel

Knoblauch enthält viel Schwefelsäure. Eigentlich ist Schwefel die Voraussetzung für ganz wesentliche Substanzen im Körper. B-Vitamine, Coenzym A, Heparin, Keratin und Insulin können nur mit Schwefelverbindungen aufgebaut werden. Bestimmte schwefelige Verbindungen haben sogar antibiotische Wirkung und helfen dem Körper zu entgiften. Wenn jedoch im Stoffwechselprozess durch die Aufspaltung von Eiweiß (Fleisch, Fisch und Getreide) zu viele Protonen aus den schwefelhaltigen Aminosäuren anfallen, kommt es zur Übersäuerung.

Enthält Blut zu viele Protonen, wenn Blut also sauer ist, binden Bicarbonat-Ionen Protonen und verwandeln sie durch Bindung in Kohlensäure, die dann abgeatmet werden kann.

Verwenden Sie deshalb Knoblauch sparsam. Schwefelsäure ist lediglich in geringen Mengen gesund. Verwenden Sie Knoblauch bitte ausschließlich frisch und in winzigen Mengen! Halten Sie sich deshalb auch bei Fleisch, Fisch und Getreideprodukten zurück. Essen Sie in Maßen – nicht in Massen. Achten Sie darauf, dass Sie nicht in Ernährungsfallen tappen. Hören Sie nicht auf Werbung, Mythen oder Sagen. Differenzieren Sie bitte. Wir Menschen sind zwar alle ähnlich – aber doch nicht gleich.

Individuelle Reaktionen

Außerdem schreibt unser menschliches Blut seine eigene Geschichte. Je nach Blutgruppe vertragen wir entweder Fisch oder Getreide gut bis gar nicht. Zum Beispiel kann Weizen von Blutgruppe Null und von Blutgruppe A gar nicht gut verstoffwechselt werden. Bei Blutgruppe Null und A steht Weizen sogar in Verdacht Allergien, Autoimmunerkrankungen und andere Unverträglichkeiten zu verursachen. Bei Verzehr bilden sich schwer verdauliche Lektine, die z.B. den Insulinstoffwechsel behindern. Der Körper kann diese Lektine nur auf „Sparflamme“ verstoffwechseln. Die Nährstoffausbeute fällt dabei auch noch zu gering aus.

Blutgruppe Null verträgt zum Beispiel absolut keine Kuhmilch. Hinlänglich bekannt ist außerdem, dass der Mensch mit Kuhmilch Rindfleisch krebsauslösende Substanzen zu sich nimmt. Auch ein Kalb trinkt nicht ewig Muttermilch, sondern frisst alsbald Gras und Heu. Ich habe früher selbst sehr gern Käse, Joghurt und Quark gegessen. Ich habe Wein, Prosecco und Champagner geliebt. Rind- und Hühnerfleisch habe ich sogar bevorzugt gegessen. Ich weiß, wie schwer eine Entwöhnung von diesen lieb gewordenen Nahrungsmitteln sein kann. Aber es lohnt sich gesundheitlich sehr darauf zu verzichten.

Ich habe nach allen nur erdenklichen Gründen gesucht, um Milch, Quark und Joghurt nicht aufgeben zu müssen. Letztendlich habe ich eingesehen, dass Milch und Rindfleisch nur negative Auswirkungen auf meine Gesundheit hatten. Welcher Blutgruppe gehören Sie an? Falls Sie ihre noch nicht kennen, spenden Sie Blut. Das ist die einfachste Art zu erfahren, welcher Blutgruppe man angehört. Ernähren Sie sich entsprechend ihrer Blutgruppe, atmet ihr Stoffwechsel bereits etwas auf. Die Aufnahme der Nährstoffe wird dadurch ebenfalls erleichtert.

Energiegewinnung der Zelle

Ohne Energie und Nährstoffe kein Leben, kein reibungsloser Stoffwechsel! Fehlen wichtige Aminosäuren komplett, z.B. weil man sich einseitig ernährt, ist dies eine ernste Katastrophe für den Körper. Bestimmte körpereigene Eiweiße können dann nicht, oder nur teilweise, gebaut werden. Hormonmangel, Muskelabbau, Falten etc. sind zunächst harmlose Auswirkungen.

Andererseits kann es durch Überernährung und gleichzeitiger Übersäuerung, besonders durch zu viel Eiweiß (Fleisch, Fisch, Eier und Getreideprodukte) in Verbindung mit zu hohem Kochsalzkonsum zu gravierenden Erkrankungen kommen. Die Natrium-Kalium Pumpe wird durch zu viel Kochsalz beeinträchtigt. Darüber erfahren Sie mehr in einem anderen Beitrag.

Stoffwechselprobleme u.a. in Form von Kopfschmerzen, generalisierte Schmerzen, Ablagerungen, Atemprobleme, fahle graue Gesichtshaut, arterielle Gefäßkrämpfe, Blutarmut, kalte Hände und Füße, Rückenschmerzen, Aufgedunsenheit, Mundgeruch und Völlegefühl sind erste, aber bereits ernste Anzeichen. Stoffwechselentgleisungen mit wirklich schlimmen Folgen schließen sich über die Jahre an. Nicht ohne Grund wird der Citratzyklus auch „Krebs-Zyklus“ genannt. Der Biochemiker Hans A. Krebs entdeckte 1937 den Citratzyklus als Weg der Pyruvatoxidation. Eine heute weit verbreitete, komplexe und vielschichtige Erkrankung erhielt daraufhin ihren Namen.

Jeder leidende Mensch, sollte sich eingehender mit dem Citronensäurezyklus beschäftigen. Im Internet finden Sie gute Erläuterungen zu diesem Thema. Wenn ich die ungeheure Leistung des Körpers sehe, wie er z.B. mit all den Stoffwechselschritten klar kommt, sich organisieren kann und täglich Höchstleistungen vollbringt, werde ich automatisch demütig.

Nachhaltig den Kurs verbessern

Mangelnde Aufklärung, Fehlinformationen, Werbung um jeden Preis stehen der Vernunft konträr gegenüber. Wenn wichtige gesundheitliche Informationen und Tatsachen verdreht oder zum Teil weggelassen werden, um Produkte besser zu vermarkten, tragen diese Werbemaßnahmen die Schuld an unserem heutigen Dilemma. Allerdings besitzen Sie die Pflicht der Eigenverantwortung. Jeder Mensch, auch Sie, kann sich anders entscheiden und handeln.

Bei Erkrankungen kann das körpereigene Milieu positiv beeinflusst werden. Sie sollten besonders den Säure-Basen-Haushalt täglich mindestens drei mal beachten. Warum, das erfahren Sie in meinem nächsten Blogbeitrag genauer.

Doch zuerst richte ich mich mit einer Bitte an Sie. Versuchen Sie zu verstehen, dass es nicht nur schlechte Säuren gibt. Brenztraubensäure hatte ich erwähnt. Aminosäuren helfen beim Muskelaufbau und bei der Umwandlung von Fett- in Muskelgewebe. Magensäure hilft bei der Aufspaltung der Nahrung. Die eher harmlosen Obstsäuren schaden nicht so sehr – natürlich je nach Sorte und Umstand. Zitronensaft am frühen Morgen wirkt jedoch eher kontraproduktiv.

Bitte nichts verwechseln

Beachten Sie bitte folgendes: Citrat darf generell nicht mit Zitronensäure und dem Citronensäurezyklus verwechselt werden. Magnesiumcitrat möchte ich an dieser Stelle kurz erwähnen. Magnesiumcitrat kann Ablagerungen auflösen. Zitronensaft wird häufig in diesem Zusammenhang erwähnt. Ablagerungen können sich durch Zitronensaft nicht auflösen. Knoblauch vermag dieses auch nicht. Magnesiumcitrat löst Ablagerungen, sowie ein gemäßigter Lebensstil. Ketogene Ernährung ist letzendlich auch nicht hilfreich. Fettreiche Ernährung blockiert und vermindert die Nährstoffaufnahme.

Das innere Milieu

Zitronensaft ist generell nicht basisch, sondern sauer. Der Saft bleibt während des gesamten Verdauungsprozesses sauer. Besonders am frühen Morgen ist Zitronensaft das Schlechteste, was man seinem Stoffwechsel antun kann. Durchgehend schlecht ist der saure Saft allerdings auch wieder nicht! Die Säure des Zitronensaftes wirkt als Wirbeschleuniger bei der Mineralstoffaufnahme. Wenn Sie z.B. Fisch mit etwas Zitronensaft beträufeln, wird die Aufnahme von Zink im Körper optimiert.

Zu viel Fisch sollten wir aber nicht zu uns nehmen weil dieses meistens auf Kosten der Basen geht. Wählen Sie bitte große Portionen Gemüse. Drei mal täglich sollte Gemüse einen wesentlichen Bestandteil der Mahlzeiten ausmachen. Fleisch, Fisch, Geflügel, Kaviar, Eier etc. gelten immer nur als kleine Beilage. Praktisch ein gelegentliches i-Tüpfelchen.

Zu viele Basen können natürlich auch Probleme verursachen. Die Atmung verlangsamt sich merklich, wenn der Blut pH-Wert zu basisch wird. Allerdings kommt das in unserer industriellen Konsumgesellschaft äußerst selten vor. Eigentlich so gut wie nie.

Was Sie sofort umsetzen können

Die Innere Balance können Sie ganz leicht und dauerhaft wiederherstellen. Und zwar ganz ohne Pülverchen, Nahrungsergänzungen oder Produkte irgendeiner Art. Es ist einfach in der Anwendung, macht Spaß und ihre Gesundheit wird es Ihnen danken.

Achten Sie darauf, täglich die 8 essentiellen Aminosäuren Methionin, Lysin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Valin, Isoleucin und Leucin zu sich zu nehmen. Cystein kann nur mit Hilfe von Methionin gebildet werden. Mit Pantothensäure verwandelt Cystin Fettsäuren um, die für den Erhalt von Nervenzellen wichtig sind. Fehlen die ersten Nervenzellen gerät die Reizweiterleitung, d.h. die Informationsübertragung von Zelle zu Zelle, ins Stocken.

Im Klartext

Wenn Sie also ihre Nerven behalten wollen, wenn ihre Knochen und Muskeln stark bleiben sollen, wenn ihre körpereigene Abwehr schlagkräftig bleiben soll und Sie sich nicht bei jedem kleinen Husten in der Straßenbahn anstecken wollen, dann lesen Sie nun aufmerksam weiter.

Essen Sie nach Farben. Das ist einfacher, als Aminosäuren auswendig zu lernen. Rot, orange, gelb, hellgrün, dunkelgrün, und violett. Denken Sie am Gemüsestand insbesondere an diese Farben. Eine gute Ernährung beginnt beim Einkauf.

Täglich auf dem Speiseplan

Ich empfehle eine einfache Maßnahme, um Fleisch, Fisch, Eier und Getreide vom Speiseplan zu verdrängen. Verwenden Sie etwas von der folgenden Auswahl drei mal täglich – und zwar frisch gedünstet. Essen Sie nie etwas aufgewärmtes. Würzen Sie ihre Speisen mit frischen Kräutern, z.B. Petersilie. Verfeinern Sie nach Geschmack mit einer Prise Kardamom, Galgant, Vanille, Kubebenpfeffer, Kurkuma oder Curry. Verwenden Sie möglichst wenig Salz. Dann müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass Sie einen Mangel an den 8 essentiellen Aminosäuren erleiden.

  • ein Apfel, gedünstet
  • grünes Gemüse und Blattsalate
  • Wurzelgemüse
  • Mandeln, circa die Menge von 7 Stück, gemahlen oder zerstoßen
  • Petersilie

3 x pro Woche

Achten Sie bitte darauf den Anteil an Kohlenhydraten zu senken. Versuchen Sie statt Brot und Brötchen, folgende Lebensmittel in Ihren Speiseplan zu integrieren:

  • Reis
  • Buchweizen
  • Erdmandeln, Erdmandelmehl
  • Sonnenblumenkerne
  • Eigelb, höchstens 3-4 Eier pro Woche verzehren (Achtung Schwefelsäure), das Eiweiß vom Ei bitte verwerfen.

1 x pro Woche

Ja, Sie lesen gerade richtig! Essen Sie bitte lediglich einmal pro Woche tierisches Eiweiß. Wenn möglich, sogar nur 14-tägig! Eine Mahlzeit die Fleisch, Fisch, Eier oder Geflügel enthält, sollte immer in Begleitung von viel Gemüse verzehrt werden. Sie dürfen zwischendurch gern Soja, am besten in Form von Tofu, oder Sojasprossen, probieren. Bitte testen Sie nicht zuviel Sojaprodukte. Besonders fragwürdig ist Fleischersatz aus Soja. Insbesondere Aufschnitt auf Sojabasis enthält viel Purin und ist deshalb nicht ratsam. Denken Sie auch an den Regenwald, der häufig für den Anbau von Futtermais und Soja abgeholzt wird!

Ihre Gesundheit bessert sich nicht sofort. Sie müssen lernen durchzuhalten. Erst nach mehreren Wochen können Sie endlich eine spürbare Erleichterung feststellen. Ihr Körpergewicht, ihre Blutwerte und ihre Leistungsfähigkeit verbessern sich. Erst später vermindert sich die nervliche Überreizung. Sie sind nicht mehr so genervt, gereizt und werden von Woche zu Woche ruhiger und entspannter.

Ausblick

Dieser Beitrag ist die Grundlage des folgenden Blogbeitrags, in dem ich das Säure-Basen-Gleichgewicht leicht verständlich erkläre. Die entscheidenden allgemeinen Krankheitsursachen sind die Übersäuerung und zu viel Kochsalz in der Ernährung. Beschwerden entstehen und manifestieren sich dann zu chronischen Krankheiten. Das innere Ungleichgewicht können Sie selbst ins Gleichgewicht zurück bringen. Detaillierter als in diesem Beitrag, zeige ich einfache Maßnahmen auf, damit Sie ihre Beschwerden geziel mit der Ernährung lindern können. Krankheitsverläufe, die sich aneinanderreihen oder sich gegenseitig befeuern, können so ihren Schrecken verlieren.

Wenn Sie die normalen, natürlichen Abläufe im Körper kennen, verstehen Sie, wofür Sie sich in Zukunft anstrengen. Wenn Sie ihre körperliche Abwehr optimieren, behalten Sie ihre eigenen Zähne und ihre Knochensubstanz länger. Sie müssen sich weniger Sorgen um ihre Gehirnzellen machen. Muskeln, Bänder und Sehnen wollen Sie schließlich auch bis ins hohe Alter behalten. Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen viel Durchhaltevermögen und Disziplin. Lesen Sie bald mehr – wieder hier, auf diesem Blog.

Ihre Susanne Hilmer


Wichtiger Hinweis:

Vorschriftsmäßig weise ich darauf hin, dass viele Methoden und Anwendungen der Naturheilkunde, der biologischen Medizin und der Naturheilkunde im streng naturwissenschaftlichen Sinn nicht bewiesen sind und deshalb von der klassischen, konventionellen Schulmedizin nicht anerkannt werden.

Die in diesem Artikel beschriebenen Mittel und Ratschläge dienen ausschließlich der Erhaltung der Gesundheit und beruhen auf meiner eigenen privaten Erfahrung, die nicht unbedingt mit der heutigen Schulmedizin übereinstimmt.

Jeder Leser, jede Leserin ist selber verantwortlich zu entscheiden, ob und inwieweit die in diesem Beitrag/Artikel vorgestellte Herangehensweise für sie oder ihn eine Alternative zur „Schulmedizin“ darstellt. Die hier beschriebenen Ratschläge und Mittel ersetzen nicht eine notwendige medizinische Behandlung durch einen Arzt. Sämtliche Angaben sind unverbindlich. Haftungsansprüche werden ausgeschlossen.

Die Informationen in den Artikeln und auf dieser Webseite werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben und sind ausschließlich als Informationsquelle für Interessierte gedacht. Die Empfehlungen sind keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisung zu verstehen. Ich übernehme keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen oder entstanden sind. Die Informationen stellen auf keinen Fall einen Ersatz für Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte oder sonstige nach deutschem Recht zugelassene Heilpersonen dar. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultiere bitte deinen Arzt/ deine Ärztin, Heilpraktiker/-in oder Apotheker/-in.

Quellen: Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay

Die Kohlensäurestauung, Dr. H. Lahmann, ISBN 387667-109-6

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.