Die Edelkastanie, bekannt unter Ess-Kastanie (Castanea sativa), wird heute am Tag des Baumes mit Feierstunden bedacht. Der Tag des Baumes wird jedes Jahr im April gefeiert. Der erste deutsche „Tag des Baumes“ war am 25. April 1952. Damals, vor 66 Jahren, pflanzten Theodor Heuss (Bundespräsident) und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Robert Lehr, gemeinsam einen Ahornbaum im Bonner Hofgarten.

Dieses Jahr richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Edelkastanie, die ja schon von Hildegard von Bingen sehr gelobt wurde:

„Der Kastanienbaum ist sehr warm, hat aber doch große Kraft, die der Wärme beigemischt ist, und bezeichnet die Weisheit. Seine Frucht ist sehr nützlich gegen jede Schwäche, die im Menschen ist. Der Mensch der gichtkrank ist und daher jähzornig, weil die Gicht immer mit dem Zorn einhergeht, der koche Blätter und Schalen der Frucht in Wasser und mache damit ein Dampfbad. Dies mache er oft, und die Gicht wird in ihm weichen und er wird einen milden Sinn haben.“

Hildegard empfiehlt also Bäder in der Sauna und liefert das Rezept für den Saunaaufguss! Die Texte von Hildegard begeistern mich ganz einfach immer wieder! Und Hildegard offenbart uns noch mehr Gutes… 

Die rohen Edelkastanien wirken bei Herzschmerzen und Herzmuskelentzündungen positiv auf die Herzzellen ein. Dazu verwendet man am besten das Edelkastanienmehl und nimmt 1 bis 4 Teelöffel täglich über den Tag verteilt, indem man es einfach gut im Mund einspeichelt. Wighart Strehlow sagt dazu folgendes: „Offenbar haben die Edelkastanien eine besondere Beziehung zu den Herzzellen, die sich wieder bis zu ihrer Leistungsfähigkeit regenerieren. Die Herzzellen werden nämlich durch die Herzmuskelentzündung an ihrer Regeneration gehindert, und gerade diese Entzündung beseitigt die Edelkastanie.“

Die in Wasser gekochten Edelkastanien (Maroni) soll man oft nüchtern essen und ebenso vor und nach dem Essen als Nachtisch geniessen. Meiner Meinung reichen zwei bis drei Esskastanien völlig aus. So in Wasser gekocht, ohne Gewürze, ohne Zusatz, wirken die Kerne gegen Gicht, Kopfschmerzen und stärken die Nerven.

Vor allem hat die Edelkastanie einen sehr positiven Einfluss auf die Leber, einem wichtigen Stoffwechselorgan des Menschen. Wer Probleme mit der Leber hat, der soll die Kerne zerquetschen und sie so in Honig einlegen, und seine Leber wird gesund werden. Diesen Maronihonig soll man mit Brot essen, wenig aber regelmässig.

Auch bei Milzschmerzen, also bei Schmerzen im linken Oberbauch, helfen die Edelkastanien, gebraten oder auf dem Feuer geröstet und warm gegessen wird die Milz ebenfalls warm und strebt dann nach völliger Gesundheit. Auf Weihnachtsmärkten geröstet, knabbern wir also „Heiße Maroni“ als gesunden Snack und tun damit unserer Milz etwas Gutes!

Botanisch gehören die Edelkastanien zu den Nüssen, allerdings sind sie nicht so fettreich. Sie sättigen gut da sie reich an Kohlehydraten sind. Die Früchte der Edelkastanie sind reich an Vitamin B und Phosphor. Heute machen die Edelkastanien jedes Gericht eher zu einem kulinarischem Höhepunkt, sie machen das Besondere aus! Hören wir einfach auf Hildegard und essen sie als erstes vor dem Essen, gern auch als Starter, und nach dem Essen als letztes. Dann bewirken sie viel Gutes für unsere Gesundheit!

Quelle: Strehlow, Wighard: Die Ernährungstherapie der heiligen Hildegard; Rezepte, Kuren und Diäten


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